Marktreport 2026
Der Marktreport 2026 gibt einen fundierten Überblick über die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Risikomanagement, Vorsorge und IT. Er beleuchtet die zentralen Trends des Jahres und zeigt auf, welche Weichenstellungen Unternehmen jetzt vornehmen sollten, um für die Herausforderungen der kommenden Monate gut gerüstet zu sein.
Risikomanagement
Der deutsche Versicherungsmarkt bleibt 2026 sparten- und risikospezifisch gespalten: Haftpflicht und D&O zeigen sich vergleichsweise weich, während Sach- und Cyberrisiken durch Naturgefahren, KI-gestützte Angriffsformen und eine zunehmend selektive Zeichnungspolitik der Versicherer komplexer werden.
Klimarisiken, geopolitische Unsicherheiten und Cyberbedrohungen verstärken sich dabei gegenseitig und erfordern von Unternehmen ein präziseres, integriertes Risikomanagement.
Der folgende Marktreport fasst Lage und Ausblick in den für unser Geschäft zentralen Sparten zusammen.

Sachversicherung Industrie
Die industrielle Sachversicherung wirkt auf den ersten Blick beruhigt: Große Elementarschadenereignisse blieben 2025 und – bislang – auch 2026 im Vergleich zu Vorjahren wie 2021 (Jahrhunderthochwasser „Bernd“, 10,45 Mrd. Euro Schadenaufwand, unverändert auf Platz 1 der GDV-Schadenstatistik) oder 2024 (Juni-Hochwasser Bayern, Platz 6 derselben Statistik) weitgehend aus. Diese Ruhe ist jedoch trügerisch: Sie spiegelt eher ein schadenarmes Zufallsergebnis als eine strukturelle Entspannung wider – die zugrunde liegende Sichtbarkeit durch Klimawandel, steigende Werteverdichtung und anziehende Baukosten hat sich in dieser Zeit nicht verringert. Kapazitätsengpässe bestehen laut BDVM-Studie unverändert vor allem für Feuergefährliche Betriebe- und Holzverarbeitungsbetriebe.
Der Markt ist damit 2026 weder klassischer Hard Market noch Selbstläufer: Kapazitäten sind grundsätzlich vorhanden, werden aber deutlich differenzierter vergeben. Versicherbarkeit, Prämienniveau und Vertragsstabilität hängen für unsere Industriemandanten stärker als in den Vorjahren von Transparenz, Datenqualität und der Steuerbarkeit des individuellen Risikoprofils ab – Rückversicherer bleiben solide kapitalisiert, agieren jedoch disziplinierter und legen verstärkt Wert auf belastbare Versicherungswerte und nachvollziehbare Risikostrukturen. Ziel ist eine Festschreibung der Verträge für geringe Zuschläge für eine gute Planbarkeit als Unternehmen und resilienter in der Kostenstruktur zu werden.
Größte Herausforderungen für den vorbeugenden Brandschutz (Umfrage, Mehrfachnennungen)
Quelle: FeuerTrutz, Brandschutz-Konjunkturbarometer / Frage des Monats, 2025 (eigene Darstellung).

Transportversicherung
Der Transportsektor steht 2026 vor einer Vielzahl anspruchsvoller Entwicklungen. Geopolitische Spannungen, die Energiewende, zunehmende Nachhaltigkeitsanforderungen sowie digitale Betrugsformen prägen das Marktumfeld. Hinzu kommt eine wachsende Komplexität bei der Bestimmung des versicherten Maximums, da sich Zölle, Handelsströme und Transportwege kurzfristig verändern können.
Ein besonderes Risiko stellen sogenannte Phantomfrachtführer dar, die digitale Frachtenbörsen gezielt zur Täuschung nutzen: Sie geben sich als Transportunternehmen aus, holen die Ware ab und liefern sie nie aus. Laut dem Gesamtverband der Versicherer (GDV) wurden 2025 bereits 88 Fälle mit einer durchschnittlichen Schadenshöhe von rund 200.000 Euro registriert – besonders betroffen sind hochwertige Güter wie Elektronik oder Metalle. Neben Spediteuren und Logistikdienstleistern tragen insbesondere Wareneigentümer, Produzenten und Empfänger die Folgen von Warenverlusten über Produktionsausfälle bis hin zu Vertragsstrafen.
Auch Cyberrisiken rücken verstärkt in den Fokus: Angriffe auf digitale Frachtenbörsen, GPS-Störungen oder Ransomware-Attacken können Lieferketten erheblich beeinträchtigen. Zusätzlich erhöhen neue Technologien und alternative Energieträger wie Wasserstoff oder Lithium-Ionen-Batterien die Risikokomplexität – insbesondere Transport und Lagerung von Batteriesystemen führen zu einem deutlich erhöhten Brandrisiko, worauf Versicherer mit strengeren Sicherheitsanforderungen und erweiterten Obliegenheiten reagieren. Trotz dieser Entwicklungen stehen grundsätzlich ausreichende Kapazitäten zur Verfügung, der Wettbewerb unter den Versicherern bleibt hoch.
Quelle: GDV, Unterschlagung von LKW-Ladungen (Phantomfrachtführer) (eigene Darstellung).
Kfz-Versicherung – Sparte auf dem Weg aus der Verlustzone
Nach strukturellen Verlusten von über 3 Mrd. Euro im Jahr 2023 hat sich die Schaden-Kosten-Quote der Kfz-Sparte 2024 von 111,3 % auf 106 % verbessert – ein Defizit von rund 2 Mrd. Euro blieb laut GDV dennoch bestehen. Haupttreiber sind weiterhin die Werkstatt- und Ersatzteilkosten: Ersatzteile verteuerten sich 2024 um rund 75 % gegenüber 2014, insbesondere bei durch Designschutz geschützten Karosserieteilen. Hinzu kommt die zunehmende Fahrzeugelektronik – ein durchschnittlicher Pkw-Sachschaden in der Haftpflicht kostete 2024 bereits rund 4.250 Euro, ein Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahr und knapp 60 % gegenüber 2017. Für 2025 kalkulierte der GDV mit einem Beitragswachstum von rund 14 %; bleiben Großschadenereignisse durch Unwetter aus, hielt der Verband eine Schaden-Kosten-Quote um 97 % für möglich.
Cyberversicherung – Zunahme KI-Schäden
Cyber ist 2025/26 als Schlüsselsparte wiederentdeckt worden: Kapazitäten von 10, vereinzelt 15 Mio. Euro sind Standard, Prämien blieben grundsätzlich stabil bis leicht rückläufig bei den Exzedenten-Policen. Die eigentliche Verschiebung liegt in der Schadenursache: Klassische Ransomware-Schäden gehen leicht zurück, während KI-gestützte Angriffsformen – Deepfakes, CEO-Fraud, automatisiertes Social Engineering – deutlich zulegen. Allianz Trade beziffert den Anstieg der Schäden durch Fake-President-Betrug auf +200 % (2024) und weitere +81 % (2025).
Diese Einschätzung deckt sich mit der Erwartungshaltung der Wirtschaft insgesamt: In einer aktuellen Bitkom-Befragung rechnet ein erheblicher Teil der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einer weiter steigenden Zahl an Cyberattacken – mit spürbaren Unterschieden zwischen besonders kritischen und übrigen Branchen.
Erwartete Entwicklung der Cyberattacken in den nächsten 12 Monaten
Quelle: Bitkom Research, 2025, Basis: 1.002 Unternehmen (eigene Darstellung).
Multi-Faktor-Authentifizierung, EDR-Lösungen und belastbare Backup-Konzepte gelten inzwischen branchenübergreifend als Grundvoraussetzung für die Versicherbarkeit; je nach IT-Reifegrad zeigen sich aber weiterhin deutliche Unterschiede bei Preisniveau und verfügbarer Kapazität.
Vertrauensschadenversicherung – Zunahme durch Betrug von innen und außen
Der GDV rechnet für 2025 mit einem Anstieg der Schäden in der Vertrauensschadenversicherung auf über 200 Mio. Euro – ein Plus von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Marktdurchdringung bleibt mit bundesweit rund 63.000 Policen (Bestand +5 %) dennoch gering, da viele Unternehmen das Risiko primär bei den eigenen Mitarbeitenden verorten. Laut Allianz Trade sind Innentäter zwar für rund 60 % der Fälle und 65 % der Schadensummen verantwortlich, gleichzeitig nimmt aber auch der Betrug durch Außentäter – Fake-President-Fraud, Bestellerbetrug, Payment Diversion – deutlich zu und wird zunehmend KI-gestützt verübt, etwa durch täuschend echt wirkende Stimmen und Bilder.
Gerade Letzteres schließt eine Deckungslücke, die in der klassischen Transportversicherung nur bedingt abgedeckt ist: Die im Kapitel Transportversicherung beschriebenen Phantomfrachtführer – Täter, die sich über digitale Frachtenbörsen als Transportunternehmen ausgeben, die Ware abholen und nie ausliefern – sind im Kern ein Trickbetrug durch Dritte. Eine entsprechend erweiterte Vertrauensschadenversicherung mit Einschluss von Social-Engineering- und Betrugsschäden durch externe Täter kann diesen Schaden auffangen, wo die Transportpolice an ihre Grenzen stößt.
Haftpflichtversicherung – PFAS bleibt Dauerthema
Die Haftpflichtsparte blickt auf einen der stabilsten Gesamtmärkte: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag 2024 bei 89,7 %, was tendenziell zu leicht sinkenden Prämien bei unauffälligen Risiken führte. Gegenläufig entwickeln sich US-exponierte Risiken – hier werden Kapazitäten zurückgefahren, Prämien und Attachment Points erhöht.
Beim Thema PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanz/langlebige Umweltkontaminanten) verfolgen die meisten Versicherer einen individuellen, risikobasierten Ansatz; der GDV empfiehlt seinen Mitgliedern zunächst einen Totalausschluss mit der Möglichkeit einer schrittweisen Wiederöffnung nach positiver Risikoprüfung.
Geschäftsentwicklung allgemeine Haftpflichtversicherung (inländisches Direktgeschäft)
Quelle: GDV, Geschäftsentwicklung in der allgemeinen Haftpflichtversicherung (eigene Darstellung).
Nicht enthalten: Nuklear-, Vermögensschaden-, D&O-, Luft- und Raumfahrzeughaftpflicht-,
Verkehrshaftungs- sowie Cyberrisikoversicherung.
Umwelthaftpflicht
Umweltrisiken werden von der allgemeinen Betriebshaftpflicht regelmäßig nur eingeschränkt getragen: Allmählichkeitsschäden, Boden- und Gewässerschäden sowie Sanierungskosten nach dem Umweltschadensgesetz erfordern meist eine eigenständige Umwelthaftpflicht- bzw. Umwelt-Eigenschadendeckung. Besonders im Fokus stehen Betriebe mit Lackier-, Beschichtungs- oder Kunststoffverarbeitungsprozessen, bei denen PFAS-haltige Vor- und Hilfsstoffe zum Einsatz kommen – hier verschärfen die ab Januar 2026 geltenden EU-Trinkwassergrenzwerte und die anstehende REACH-Entscheidung (EU-Entscheidung zur Regulierung von Chemikalien) die Zeichnungspraxis der Versicherer zusätzlich.

Auch hier gilt: Die Kapazitätsvergabe wird stoffbezogen und risikoindividuell enger, ist aber keineswegs verschlossen. SMK verfügt über Marktzugänge, die für stoffkritische Betriebe – von der Oberflächenveredelung bis zur Kunststoff- und Holzverarbeitung – tragfähige Deckungskonzepte ermöglichen, sofern Prozesse, Lagerung und Stoffmanagement transparent dokumentiert sind.
D&O-Versicherung – Blackbox trotz Insolvenzwelle
Der D&O-Markt zeigt ein auffälliges Paradox: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im Frühjahr 2025 den höchsten Stand seit dem ersten Halbjahr 2015. D&O-Schäden häufen sich mit und ohne Insolvenzbezug – dennoch bleiben die Prämien überwiegend stabil bis punktuell leicht rückläufig, und viele Versicherer bieten sogar Zweijahresverträge an.
Allianz Commercial bestätigt: Die Prämien spiegeln das tatsächliche Haftungsrisiko derzeit nicht wider. Grund ist der anhaltend intensive Wettbewerb unter den Risikoträgern.
Geschäftsentwicklung D&O-Versicherung (inländisches Direktgeschäft der GDV-Mitgliedsunternehmen)
Quelle: GDV, D&O-Versicherung – Zahl der Schäden 2024 erneut gestiegen (eigene Darstellung).
Rechtsschutz & Strafrechtsschutz
Ermittlungen können grundsätzlich jedes Unternehmen treffen: Häufig genügt bereits ein anonymer Hinweis, um staatliche Verfahren auszulösen; die entstehenden Kosten liegen nicht selten im sechs- bis siebenstelligen Bereich.
Strafverfahren richten sich stets gegen die handelnden Personen, Ordnungswidrigkeitenverfahren zusätzlich gegen das Unternehmen selbst. Die in den meisten D&O-Versicherungen enthaltene Strafrechtsschutz-Ausschnittsdeckung schützt dabei nur das Management, setzt einen Bezug zu einem Managerhaftungsfall voraus und birgt die Gefahr, dass der D&O-Versicherer durch die Regulierung Informationen erhält, die ihn zur Reduzierung des Deckungsumfangs veranlassen könnten.

„Der Marktreport 2026 von SMK verbindet Marktanalyse mit konkretem Mehrwert für die Unternehmenspraxis. Besonders überzeugt mich, dass aus den Entwicklungen in den einzelnen Sparten klare Empfehlungen für das Risikomanagement abgeleitet werden. Gerade vor dem Hintergrund neuer KI-Risiken, regulatorischer Veränderungen und zunehmender Naturgefahren schafft der Report wichtige Orientierung für strategische Entscheidungen.“
KI-Hinweis
Wir nutzen zur Erstellung dieser Informationen generative KI-gestützte Systeme. Der Einsatz solcher Systeme erfolgt im Rahmen der geltenden rechtlichen und organisatorischen Vorgaben, insbesondere unter Beachtung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie unternehmensinterner Richtlinien zum verantwortungsvollen KI-Einsatz.
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Fragen zur Methodik oder zum KI Einsatz richten Sie bitte an unseren KI-Beauftragte: jennifer.bellof@smk.ag

Vorsorge
Die Vorsorgemärkte befinden sich 2026 in einem tiefgreifenden Wandel. Demografische Themen, steigende Gesundheitskosten und die anstehende Neuausrichtung der staatlich geförderten Altersvorsorge stellen Verbraucher und Unternehmen vor neue Herausforderungen – eröffnen aber zugleich Chancen für zukunftsorientierte Vorsorgekonzepte.
Ob private Altersversorgung, private Krankenversicherung, betriebliche Altersversorgung oder betriebliche Krankenversicherung: In allen Bereichen wächst die Bedeutung flexibler, transparenter und langfristig tragfähiger Lösungen.
Der folgende Marktreport gibt einen Überblick über die zentralen Entwicklungen und zeigt, worauf es bei der Vorsorgeplanung ankommt.
Private Altersversorgung
Die private Altersversorgung bleibt ein zentraler Baustein der langfristigen Vermögens- und Einkommenssicherung. Die Auswirkungen des demografischen Wandels, die steigende Lebenserwartung sowie die absehbaren Belastungen der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhen den Bedarf an zusätzlicher privater Vorsorge kontinuierlich.
Parallel dazu befindet sich die staatlich geförderte Altersvorsorge in einer Phase grundlegender Neuausrichtung. Ziel der Reformbestrebungen ist die Einführung moderner, einfacher und stärker kapitalmarktorientierter Fördermodelle. Dies soll die Attraktivität langfristiger Vorsorge erhöhen und die Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten am Kapitalmarkt fördern.
Bis zur endgültigen Umsetzung neuer Fördermodelle und der Einführung entsprechender Produkte bleibt der Markt von einer gewissen Zurückhaltung geprägt. Übereilte Abschlüsse sollten daher von den Verbrauchern und Mandanten nicht getätigt werden.
Es zeichnet sich bereits heute ab, dass kapitalmarktorientierte Vorsorgelösungen künftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen werden. Langfristige, flexible und renditeorientierte Konzepte gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Für Verbraucher bleibt die frühzeitige Absicherung von Versorgungslücken unabhängig von politischen Reformen ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Altersvorsorgeplanung.

Private Krankenversicherung und Krankenzusatzversicherung
Das Gesundheitswesen steht weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem und strukturellem Druck. Die alternde Bevölkerung, steigende Leistungsausgaben sowie der medizinische Fortschritt führen zu einem anhaltenden Anstieg der Gesundheitskosten. Neben dem demografischen Wandel wirken insbesondere innovative Behandlungsmethoden, neue Arzneimittel und höhere Qualitätsanforderungen als dauerhafte Kostentreiber. Dadurch steigen sowohl die Anforderungen an die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens als auch die Erwartungen der Versicherten an eine hochwertige medizinische Versorgung.
Die private Krankenversicherung (PKV) behauptet ihre Position als leistungsstarker Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems. Aber auch hier gilt es für die Verbraucher die Beitragsentwicklung im Auge zu halten und mit modernen und nachhaltigen Konzepten die Angst vor der Unbezahlbarkeit der PKV im Alter entgegenzutreten.
Gleichzeitig gewinnt die private Krankenzusatzversicherung weiter an Bedeutung. Steigende Eigenbeteiligungen, längere Wartezeiten in Teilbereichen der Versorgung und der Wunsch nach hochwertigen medizinischen Leistungen fördern die Nachfrage nach ergänzendem Versicherungsschutz.
Besonders wachstumsstark entwickeln sich die Bereiche Zahnzusatzversicherung, stationäre Wahlleistungen, ambulante Ergänzungstarife, Präventionsangebote sowie digitale Gesundheitsservices.
Betriebliche Altersversorgung (bAV)
Die betriebliche Altersversorgung bleibt eine der wichtigsten Ergänzungen zur gesetzlichen Rentenversicherung und entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Instrument der Personalpolitik. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt die bAV als Bestandteil attraktiver Vergütungs- und Sozialleistungssysteme weiter an Bedeutung.
Unternehmen nutzen moderne Versorgungslösungen zunehmend nicht nur zur Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter, sondern auch zur Mitarbeitergewinnung und langfristigen Bindung qualifizierter Fachkräfte. Neben klassischen Entgeltumwandlungsmodellen rücken arbeitgeberfinanzierte Versorgungskonzepte stärker in den Fokus. Gleichzeitig fördern digitale Verwaltungsprozesse und vereinfachte Kommunikationswege die Akzeptanz und Effizienz betrieblicher Versorgungssysteme.
Die bAV bleibt damit ein wesentlicher Baustein einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Vorsorgestrategie.
Betriebliche Krankenversicherung (bKV)
Die betriebliche Krankenversicherung setzt ihren Wachstumskurs fort und etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil moderner Benefit- und Gesundheitsstrategien. Unternehmen sehen sich steigenden Anforderungen bei Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung und Gesundheitsförderung gegenüber. Gleichzeitig wächst bei Beschäftigten das Bedürfnis nach zusätzlicher Gesundheitsabsicherung. Vor diesem Hintergrund gewinnen Gesundheitsbudgets, Zahnleistungen, Facharztservices, Präventionsangebote sowie digitale Gesundheitsleistungen weiter an Relevanz.
Die bKV verbindet einen unmittelbaren Mehrwert für Beschäftigte mit einer positiven Positionierung des Arbeitgebers. Die betriebliche Krankenversicherung entwickelt sich damit zunehmend von einer freiwilligen Zusatzleistung zu einem strategischen Instrument im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter.

Fazit: Vorsorge wird zur strategischen Notwendigkeit
Die Vorsorgemärkte befinden sich weiterhin in einem strukturellen Transformationsprozess. Demografische Veränderungen, steigende Kosten in den sozialen Sicherungssystemen, medizinischer Fortschritt sowie politische Reformen prägen die Entwicklung aller Vorsorgesparten. Sowohl im Bereich der Altersvorsorge als auch im Gesundheitsmarkt wächst die Bedeutung ergänzender privater und betrieblicher Lösungen.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach flexiblen, transparenten und langfristig tragfähigen Versorgungskonzepten. Für Unternehmen und Privatkunden wird die frühzeitige Ergänzung gesetzlicher Sicherungssysteme zunehmend zu einer strategischen Notwendigkeit.
Die Bedeutung privater und betrieblicher Vorsorgelösungen dürfte daher unabhängig von einzelnen politischen Reformen weiter zunehmen.
Die SMK AG begleitet diese Entwicklungen mit ganzheitlichen Konzepten, die wirtschaftliche, steuerliche und vorsorgeorientierte Aspekte miteinander verbinden und Kunden bei der langfristigen Sicherung ihrer finanziellen und gesundheitlichen Versorgung unterstützen.
Gerne stehen wir Ihnen bei allen Vorsorge- und Versorgungsfragen zur Verfügung.

„Jede Vorsorgesituation ist individuell. Unsere Stärke liegt darin, aus komplexen Rahmenbedingungen einfache, verständliche Lösungen für unsere Mandanten zu machen.“

IT
KI verändert Unternehmen doppelt: Sie steigert die Produktivität durch automatisierte Prozesse und digitale Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen und Fachkräfte entlasten – und sie verschärft zugleich die Bedrohungslage, denn Angreifer nutzen dieselbe Technologie längst für sprachlich fehlerfreie Phishing-Mails und täuschend echte Deepfakes. Die alten Erkennungsmerkmale für Betrugsversuche funktionieren dadurch nicht mehr.
Der folgende Marktreport zeigt, warum Unternehmen KI nicht dem Zufall überlassen dürfen, sondern mit klaren Regeln, integrierten Prozessen und aktueller Mitarbeitersensibilisierung aktiv steuern müssen – als Führungsaufgabe, die schon heute beginnt.
KI ist mehr als ein Textgenerator – und die Angreifer wissen das längst
Wenn ich aktuell mit Unternehmen über KI spreche, erlebe ich meistens eines von zwei Extremen. Entweder wird das Thema kleingeredet: Da schreibt jemand mit ChatGPT, Microsoft Copilot, Claude etc. eine E-Mail oder fasst ein Protokoll zusammen, und das war es dann auch. Oder es wird völlig überhöht, als würde KI von alleine das Unternehmen umbauen, ganz ohne Strategie, ohne saubere Daten, ohne Regeln.
Beides geht aus meiner Sicht am Kern vorbei. KI ist keine Technologiefrage mehr, sondern eine Führungsfrage. Und zwar doppelt: bei der Frage, wie wir damit produktiver werden, und bei der Frage, wie wir uns gegen Angreifer schützen, die genau dieselbe Technologie nutzen. Wer das Thema laufen lässt, hat KI trotzdem im Haus, nur eben unkontrolliert.
Wo die meisten Unternehmen heute stehen
Der Stand ist in vielen Häusern erstaunlich ähnlich: ein paar Lizenzen für Chat-Assistenten, einzelne Kollegen, die damit Texte entwerfen, vielleicht ein Pilotprojekt. Das ist kein KI-Einsatz, das ist Ausprobieren. Nicht falsch und als Einstieg auch geeignet, aber eben erst der Anfang.
Interessanter ist, was daneben passiert. In fast jedem Unternehmen nutzen Mitarbeiter längst KI, nur eben nicht die offiziellen Werkzeuge, weil es die oft gar nicht gibt. Stattdessen private Accounts, kostenlose Dienste, irgendwelche Apps. Man nennt das Schatten-KI, und sie ist die logische Folge fehlender Vorgaben. Da landen dann Kundendaten, Kalkulationen oder Vertragsentwürfe in Systemen, auf die niemand im Unternehmen Zugriff oder Einfluss hat.
Wichtig: Die Frage ist nicht, ob in Ihrem Unternehmen KI genutzt wird. Die Frage ist nur, ob Sie es steuern oder ob es einfach passiert.
Wohin die Reise geht: vom Textwerkzeug zum digitalen Mitarbeiter
Der eigentliche Umbruch steht den meisten Unternehmen noch bevor. Die nächste Generation von KI-Systemen beantwortet nicht mehr nur Fragen, sie erledigt Aufgaben. Man spricht von agentischer KI, d.h. Systeme, die z. B. einen Posteingang sichten und vorsortieren, Daten aus eingehenden Dokumenten auslesen und direkt in die Fachanwendung übertragen, Recherchen selbstständig abarbeiten oder Vorgänge über mehrere Systeme hinweg anstoßen und nachhalten.
Auch ist der Einsatz von KI im Unternehmen wertvoll, um selbst kleinere Anwendungen zu entwickeln und das fast gänzlich ohne Programmierkenntnisse. Technisch affine Mitarbeiter die gut in Prozessen denken und die internen Abläufe gut kennen, können mit Hilfe der KI in kurzer Zeit Anwendungen entwickeln, die direkt im Unternehmen und bei den Mitarbeitern wirken.
Damit verschiebt sich der Ort, an dem der Nutzen entsteht. Der große Gewinn liegt nicht darin, dass ein Text schneller formuliert ist. Er liegt in den Prozessen dahinter: Standardvorgänge laufen im Hintergrund durch, Fachkräfte werden von Routinearbeit entlastet, Informationen sind da, wo entschieden wird. Gerade beim Thema Fachkräftemangel ist das kein Nebenschauplatz, sondern eine echte Entlastung.
Aus meiner Sicht liegt der Wettbewerbsvorteil deshalb nicht darin, KI zu haben, den Zugang hat inzwischen jeder. Er liegt darin, sie in die eigenen Abläufe zu integrieren. Das setzt saubere Daten voraus, klar definierte Prozesse und die Bereitschaft, Abläufe wirklich neu zu denken statt nur den alten Prozess mit einem neuen Werkzeug nachzubauen. Genau daran wird sich in den nächsten Jahren entscheiden, wer von der Technologie profitiert und wer zusieht.

Die Kehrseite: dieselbe Technologie in den Händen der Angreifer
So groß die Chance ist, so ernst ist die Bedrohung, denn die Angreifer haben KI schneller für sich entdeckt als die meisten Unternehmen. Und sie nutzen sie konsequent.
Phishing-Mails haben wir jahrelang an denselben Merkmalen erkannt: holpriges Deutsch, seltsame Anrede, unpassender Kontext. Also die Mails, bei denen wir IT’ler immer gesagt haben: „Bei dem Schreibstil kann das nur eine Fake Mail sein“. Diese Aussage ist leider wertlos geworden. KI-generierte Angriffsmails sind sprachlich fehlerfrei, nehmen Bezug auf reale Projekte und Ansprechpartner und lassen sich in beliebiger Stückzahl individuell auf einzelne Empfänger zuschneiden. Was früher eine aufwendige, gezielte Attacke war, ist heute automatisierte Massenware in erschreckend guter Qualität.
Dazu kommen Deepfakes, d.h. täuschend echte Stimmen und Videobilder. Der klassische Betrugsversuch, bei dem sich jemand am Telefon als Geschäftsführer ausgibt und eine dringende Überweisung anweist, bekommt damit eine ganz neue Qualität, wenn die Stimme tatsächlich wie der Chef klingt. Und auch auf der technischen Seite beschleunigt KI das Geschäft der Gegenseite: Schwachstellen werden automatisiert gesucht und ausgenutzt, die Zeit zwischen dem Bekanntwerden einer Lücke und dem ersten Angriff schrumpft von Wochen auf Tage, teilweise Stunden.
Für Sie als Entscheider bedeutet das vor allem: Die alten Erkennungsmerkmale funktionieren nicht mehr. Der Mensch bleibt weiterhin das Einfallstor Nummer eins, nur ist der Angreifer, der ihn anspricht, jetzt beliebig skalierbar. Wer seine Mitarbeiter mit Schulungsunterlagen von vor drei Jahren auf diese Lage vorbereitet, wiegt sich in falscher Sicherheit. Das merken Unternehmen übrigens zunehmend auch an anderer Stelle: Die Cyberversicherer bewerten Risiken neu und knüpfen den Versicherungsschutz immer konsequenter an nachweisbare Maßnahmen, vom Notfallplan bis zur regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter.
Verteidigung mit denselben Mitteln
Die gute Nachricht: Dasselbe Werkzeug steht auch der Verteidigung zur Verfügung. KI-gestützte Sicherheitssysteme erkennen Auffälligkeiten im Netzwerkverkehr, die keinem menschlichen Analysten auffallen würden, priorisieren Alarme und reagieren automatisiert auf Vorfälle. Die Zeit zwischen Angriff und Gegenmaßnahme wird damit deutlich kürzer.
Gerade für mittelständische Unternehmen, deren IT-Teams klein sind oder die mit externen Dienstleistern arbeiten, ist das ein echter Hebel. KI ersetzt hier keine Fachleute, aber sie vervielfacht deren Wirkung. Umgekehrt gilt: Wer verteidigt, ohne selbst auf solche Werkzeuge zu setzen, kämpft zunehmend mit gebundenen Händen gegen einen automatisierten Gegner.
Was ich der Geschäftsführung mitgeben möchte
Am Ende laufen beide Themen auf denselben Punkt zu: Es ist ein und dieselbe Technologie, die Prozesse beschleunigt und Angriffe verschärft. Ob sie für Ihr Unternehmen Chance oder Risiko ist, entscheidet nicht die KI, sondern der Umgang damit. Konkret heißt das aus meiner Sicht:
Ein KI-Verbot erzeugt keine Sicherheit, sondern Schatten-KI. Stellen Sie geprüfte Werkzeuge bereit und definieren Sie klare Spielregeln, welche Daten wo verarbeitet werden dürfen.
Fragen Sie nicht „Wo probieren wir mal KI aus?“, sondern „Welcher Prozess kostet uns heute am meisten Zeit, und wie sähe er mit KI aus?“
Regelmäßige, aktuelle Schulungen und Sensibilisierung, denn die Phishing-Mail von heute sieht nicht mehr aus wie die von gestern.
Jedes KI-Vorhaben braucht von Beginn an Antworten auf die Fragen: Welche Daten fließen wohin, wer haftet, was passiert im Ernstfall? Dazu gehört auch, den eigenen Versicherungsschutz gegen Cyberrisiken regelmäßig auf die veränderte Bedrohungslage prüfen zu lassen.

KI wird in den kommenden Jahren vom Sonderthema zur Selbstverständlichkeit, so wie E-Mail und Internet vor ihr. Vorne stehen werden dann nicht die Unternehmen mit den meisten Experimenten, sondern die, die das Thema heute anfangen zu führen: mit klaren Regeln, integrierten Prozessen und einer Sicherheit, die mit der Bedrohung Schritt hält. Das ist Chefsache. Und sie beginnt jetzt.
„Ich erlebe in Gesprächen mit Unternehmen immer wieder dieselbe Unsicherheit: KI wird entweder kleingeredet oder maßlos überhöht. Beides führt in die falsche Richtung. KI ist längst im Haus – die Frage ist nur, ob sie gesteuert wird oder einfach passiert. Genau diese Erkenntnis war für mich der Anlass, diesen Beitrag zu schreiben: um Entscheidern zu zeigen, dass Chance und Risiko zwei Seiten derselben Technologie sind, und dass echte Führung heute bedeutet, beide Seiten aktiv zu gestalten.“
Sie erhalten ein umfassendes Marktangebot zu allen hier vorgestellten Finanzinstrumenten. Ihre qualitative und quantitative Beurteilung, sowie zahlreiche Optimierungsvorschläge, verbessern Ihr Risikomanagement im Unternehmen signifikant.
Unsere Erfahrungen und Daten aus mehr als 14.000 Projekten zeigen: in 90% unserer Analysen arbeiten wir wesentliche qualitative Verbesserungen zum IST-Stand heraus.
Auch auf der Preisseite zeigen unsere Daten erhebliches Verbesserungspotential. In 85 % unserer Analysen führt unsere SOLL-Beurteilung zu einer Steigerung Ihrer wirtschaftlichen Attraktivität.
FAQ – Häufige Fragen
Besonders betroffen sind Sachversicherung (v. a. feuergefährliche Betriebe und Holzverarbeitung), Umwelthaftpflicht (PFAS-belastete Prozesse wie Lackierung, Beschichtung, Kunststoffverarbeitung) sowie US-exponierte Haftpflichtrisiken. Kapazitäten sind grundsätzlich vorhanden, werden aber risikoindividueller vergeben – entscheidend sind Transparenz, Datenqualität und ein dokumentiertes Risikomanagement.
KI-generierte Phishing-Mails sind sprachlich fehlerfrei und individuell zugeschnitten, Deepfakes verleihen klassischen Betrugsversuchen wie dem CEO-Fraud eine neue Qualität, und Sicherheitslücken werden automatisiert und deutlich schneller ausgenutzt. Klassische Erkennungsmerkmale versagen dadurch zunehmend. Cyberversicherer reagieren mit strengeren Anforderungen an nachweisbare Schutzmaßnahmen wie MFA, EDR-Lösungen und regelmäßige Schulungen – Grundvoraussetzungen, die inzwischen über die Versicherbarkeit entscheiden.
Demografischer Wandel, steigende Gesundheitskosten und die anstehende Neuausrichtung der staatlich geförderten Altersvorsorge erhöhen den Druck auf die gesetzlichen Sicherungssysteme. Gleichzeitig gewinnen kapitalmarktorientierte, flexible Vorsorgelösungen sowie ergänzende Angebote wie bAV, bKV und Krankenzusatzversicherungen an Bedeutung – sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte.
Zentral sind: klare Regeln statt KI-Verbote (gegen Schatten-KI), die Integration von KI in echte Geschäftsprozesse statt reiner Pilotprojekte, regelmäßige und aktuelle Mitarbeiterschulungen zu neuen Betrugsmaschen sowie ein von Anfang an mitgedachtes Sicherheits- und Versicherungskonzept – inklusive regelmäßiger Prüfung des Cyber-, Vertrauensschaden- und Haftpflichtschutzes auf die veränderte Risikolage.








