Marktausblick 2026
Der Marktausblick 2026 liefert gezielte Einblicke in die Bereiche Risikomanagement, Vorsorge und IT. Er zeigt, welche Trends und Entwicklungen die Märkte prägen und wie Unternehmen sich optimal darauf einstellen können.
Risikomanagement
Die Versicherungslandschaft im Jahr 2026 ist geprägt von geopolitischen Unsicherheiten, regulatorischen Veränderungen und technologischen Umbrüchen.
Für Firmenkunden bedeutet dies: Risiken werden komplexer, aber auch Chancen zur strategischen Absicherung wachsen.
Die SMK Group begleitet Unternehmen als erfahrener Risikomanager durch diese Entwicklungen – mit fundierter Beratung, Markttransparenz und maßgeschneiderten Lösungen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 sind geprägt von einer globalen Neuordnung der Lieferketten, steigenden Anforderungen an ESG-Compliance und einer zunehmenden Digitalisierung. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle resilienter zu gestalten.
SMK unterstützt Firmenkunden durch:
- Analyse der individuellen Risikolage im Kontext geopolitischer und wirtschaftlicher Trends
- Beratung zur regulatorischen Compliance, insbesondere in den Bereichen ESG, Lieferkette und Nachhaltigkeit sowie zu Themen wie AI Act, NIS und DSGVO – auch über die Tochterfirma coliex systems oder ausgewählte Netzwerkpartner
- Frühzeitige Vertragsverlängerungen zur Sicherung stabiler Konditionen
Entwicklung der Versicherungssparten
Cyberrisiken nehmen weiter zu – insbesondere durch KI-gestützte Angriffe und neue regulatorische Anforderungen wie NIS2.
Insbesondere 2026 wird von steigenden Preise, genauere Prüfung am Markt (Kumulschaden bei Rückversicherer, KI-Einflüsse) geprägt sein, aber auch durch höhere Kapazitäten bei guten geführten Risiken.
Die Verlagerungen der Daten in Cloud und deren Abhängigkeiten fordert ein anderes Risikobewusstsein.
SMK bietet:
- Cyber-Risikoprüfung und IT-Sicherheitsanalyse
- Ausschreibung und Vergleich von Cyberpolicen mit Deckungserweiterungen
- Beratung zur Einhaltung von NIS2 und Cyber Resilience Act
- Ausschreibung und Vergleich risikogerechter Policen mit Deckungserweiterungen sowie Festschreibung sensibler Risiken
- Ermittlung des Mindestversicherungssummen-Bedarfs durch Analysegespräche, insbesondere unter Berücksichtigung von Präventionsmaßnahmen
Praxisbeispiel: Haben Sie als mittelständischer Maschinenbauer ein wirklich wirksames Patchmanagement? Existiert eine klare Netzwerksegmentierung? Leistet Ihre Police bei einem Cyber-Betriebsunterbrechungsschaden bis zur technischen und kaufmännischen Betriebsbereitschaft? Ist eine Cloud-Betriebsunterbrechung versichert – einschließlich der Datenwiederherstellung in der Cloud?
Die Sachversicherung steht unter dem Einfluss von ESG-Kriterien, Naturgefahren und steigenden Baukosten.
SMK unterstützt durch:
- Risikobewertung von Betriebsgebäuden und Produktionsanlagen
- Beratung zu Elementarschadenabsicherung und ESG-konformen Bauprojekten
- Optimierung von Selbstbehalten und Deckungssummen
- Bewerten von Zuliefererstrukturen und deren Abhängigkeiten sowie Absicherung gegen Ausfälle (direkte und indirekte Abhängigkeiten)
- PFAS-Auswirkungen bei Schaumlöschmitteln, Sachversicherung vs. Haftpflichtversicherung (!)
Praxisbeispiel: Ein Logistikunternehmen erhielt durch SMK eine verbesserte Deckung für Hochwasserzonen nach einer Standortanalyse.
Neue Haftungsszenarien durch KI, Produkthaftung und PFAS erfordern eine präzise Risikobewertung.
SMK bietet:
- Analyse der Haftungsszenarien und Deckungsprüfung
- Beratung zu Produkthaftung, KI-Haftung und PFAS-Risiken
- Verhandlung individueller Ausschlüsse und Deckungserweiterungen
- Verhandlung individueller Abbedingungen von Ausschlüssen und Einschluss-/Deckungserweiterungen
Praxisbeispiel: Ein Oberflächenveredler sollte am Markt keine Deckung im Bereich Umwelthaftpflicht erhalten bzw. nur mit dem Ausschluss von PFAS-Schäden. Durch eine entsprechende Betriebsanalyse und Präventionsmaßnahmen konnte eine risikogerechte Lösung gefunden werden.
Die persönliche Haftung von Führungskräften steigt durch NIS2, Lieferkettenregulierung und Insolvenzen.
SMK unterstützt durch:
- Analyse der Organhaftung und individuelle Beratung
- Optimierung von Versicherungssummen und Vertragslaufzeiten
- Verhandlung von Mehrjahresverträgen und Ausschlüssen
- Festschreibung von Verträgen für eine planbare Zukunft, insbesondere Nachhaftungsregelungen
- Prüfung bei Deckungssummenerhöhungen mit korrektem Warranty-Statement – kein Freifahrtschein für den Versicherer, zukünftige Deckungen zu verweigern
- D&O ist für SMK nur ein Baustein im Absicherungsmosaik für den Geschäftsführer; erst alle Bausteine (u. a. Strafrechtsschutz, Anstellungsvertrag, Vermögensschadenrechtsschutz usw.) ergeben ein vollständiges Bild
Praxisbeispiel: Ein Geschäftsführer berichtete im jährlichen SMK-Risikoreview, dass er seine D&O (anderweitig) erhöht habe und alles im Griff sei. Die erste Reaktion war: „Mussten Sie ein Warranty-Statement unterschreiben?“ – „Ja, hatte er.“ Nach eingehender Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass er damit seinen Schutz leider obsolet gemacht hatte. Das Erwachen kommt im Schadensfall! SMK konnte eine risikogerechte Lösung mit entsprechender Summe am Markt verhandeln, ohne etwaige Schwachstellen.
E-Fahrzeuge, Telematik und Schadenprävention verändern den Markt. Die Kfz-Versicherung leidet unter steigenden Reparaturkosten und Telematikrisiken.
SMK bietet:
- Analyse von Flottenrisiken und Schadenverläufen
- Beratung zu Telematik-Tarifen und Präventionsmaßnahmen
- Ausschreibung und Optimierung von Flottenverträgen
Praxisbeispiel: Ein Fuhrparkunternehmen konnte durch SMK eine Telematiklösung integrieren und die Schadenquote senken.
Erneuerbare Energien, Batteriespeicher und ESG beeinflussen das Underwriting. Neue Technologien wie BESS und Wasserstoffprojekte erfordern innovative Deckungskonzepte. Auch Silent Cyber und die Auswirkungen auf die Produktionsprozesse müssen 360 Grad betrachtet werden!
SMK unterstützt durch:
- Beratung zu Absicherung von Infrastruktur- und Bauprojekten
- Analyse von ESG-Risiken und nachhaltigem Bauen
- Ausschreibung technischer Versicherungen mit Fokus auf Innovation
- Technische Versicherung und Cyberversicherung müssen perfekt aufeinander abgestimmt werden
Praxisbeispiel: Ein Bauunternehmen erhielt durch SMK eine Deckung für ein Holz-Hybrid-Projekt mit optimierten Bedingungen.
Strategische Trends
Embedded Insurance & Affinity
Versicherungen werden zunehmend in digitale Ökosysteme integriert.
SMK bietet:
- Beratung zur Integration von Versicherungen in digitale Geschäftsmodelle
- Entwicklung von Affinity-Konzepten für Vertriebspartnerunternehmen
- Ertragsoptimierung durch neue Versicherungsprodukte
Praxisbeispiel: Ein Unternehmen, dass mit Maschinen handelt konnte durch SMK eine integrierte Versicherungslösung für Kundinnen und Kunden entwickeln.
Human Capital & Benefits
Fachkräftemangel und Entgelttransparenz erfordern neue Benefits-Strategien.
SMK unterstützt durch:
- Entwicklung von Benefits-Strategien (bAV, bKV, Total Rewards)
- Beratung zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie
- Analyse und Harmonisierung internationaler Benefits
Praxisbeispiel: Ein Produktionsunternehmen konnte durch SMK eine bKV-Lösung mit hoher Akzeptanz der Mitarbeitenden einführen.
ESG & Regulatorik
Die Offenlegungspflichten durch CSRD und EU-Taxonomie verändern das Underwriting.
SMK bietet:
- ESG-Compliance-Check und Risikobewertung
- Beratung zur Integration von ESG in Versicherungsstrategien
- Unterstützung bei der Kommunikation mit Versicherern und Behörden
Praxisbeispiel: Durch die gezielte Beratung von SMK und die Verhandlungen mit Versicherern konnte ein Industrieunternehmen seine Sprinkleranlage nachhaltig optimieren: Der bisher eingesetzte PFAS-haltige Löschschaum wurde vollständig durch eine PFAS-freie Alternative ersetzt. Damit wurde nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung ESG-Compliance umgesetzt, sondern auch eine Lösung geschaffen, die echte Substanz hat – fernab von bloßem Greenwashing.
Handlungsempfehlungen für Firmenkunden
- Vertragsverlängerungen: Frühzeitige Vertragsverlängerungen sichern stabile Konditionen
- Risikomanagement stärken: IT-Sicherheit, ESG, Schadenprävention
- Deckungssummen prüfen: Inflation, neue Haftungsszenarien
- Beratung ausbauen: Cyber, ESG, Benefits, KI-Risiken
- Markttransparenz schaffen: professionelle Ausschreibungen
„2026 bietet Chancen für Firmenkunden, die aktiv handeln. SMK steht als strategischer Partner bereit, um Risiken zu managen, Versicherungsstrategien zu optimieren und neue Potenziale zu erschließen. Mit fundierter Beratung, Marktkenntnis und einem starken Netzwerk begleiten wir Sie in eine sichere Zukunft.“
Vorsorge
Im Jahr 2026 werden betriebliche Vorsorgelösungen eine noch wichtigere Rolle in der Arbeitswelt spielen.
Sowohl die betriebliche Altersversorgung (bAV) als auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV) entwickeln sich vom freiwilligen Zusatzangebot zu strategischen Instrumenten moderner Personalpolitik.
Getrieben vom demografischem Wandel, steigendem Fachkräftemangel und dem Wunsch nach flexiblen, digitalen und leicht verständlichen Leistungen, erkennen Unternehmen zunehmend den Mehrwert attraktiver Vorsorge- und Gesundheitsangebote.
Wer frühzeitig auf digitale Prozesse, individuelle Modelle und klare Kommunikation setzt, stärkt nicht nur die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeitenden, sondern gewinnt auch nachhaltig an Attraktivität.
bAV-Ausblick 2026
Die betriebliche Altersversorgung wird im Jahr 2026 eine noch zentralere Rolle in der deutschen Vorsorgelandschaft einnehmen.
Bedeutung für Arbeitnehmende und Arbeitgebende
Der demografische Wandel und die zunehmende Belastung der gesetzlichen Rentenversicherung führen dazu, dass die bAV für Arbeitnehmende und Arbeitgebende gleichermaßen an Bedeutung gewinnt. Unternehmen erkennen verstärkt, dass attraktive Vorsorgeangebote nicht nur Versorgungslücken schließen, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften sind.
Digitalisierung als Treiber
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Digitalisierung. Digitale Plattformen, Self-Service-Portale und automatisierte Prozesse werden die Verwaltung der bAV deutlich vereinfachen und die Kosten senken. Gleichzeitig steigt die Erwartungshaltung der Mitarbeitenden: sie wünschen sich flexible und individuelle Lösungen, die sich an unterschiedliche Lebensphasen anpassen lassen. Neben klassischen Rentenmodellen gewinnen daher hybride und modulare Konzepte an Bedeutung.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Regulatorisch bleibt die Förderung der bAV ein wichtiger Hebel. Steuerliche Anreize und verpflichtende sowie freiwillige Zuschüsse der Arbeitgebenden sichern die Attraktivität der Modelle. Gleichzeitig wird die Diskussion um ein mögliches Auto-Enrolment – die automatische Anmeldung der Mitarbeitenden in die bAV – intensiver geführt. Sollte diese Maßnahme umgesetzt werden, könnte sie die Teilnahmequote deutlich steigern und die bAV zu einem quasi verpflichtenden Bestandteil der Vergütung machen.
Herausforderungen
Trotz dieser positiven Perspektiven bestehen Herausforderungen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld erschwert die Erzielung stabiler Renditen, und die Komplexität des Systems hemmt nach wie vor die Nutzung. Viele Arbeitnehmer wissen nicht, dass ihr Arbeitgeber eine bAV anbietet, was die Notwendigkeit einer klaren und transparenten Kommunikation unterstreicht.
bKV-Ausblick 2026
Die betriebliche Krankenversicherung wird sich bis 2026 als fester Bestandteil moderner Benefit-Strategien etablieren.
Marktentwicklung und Bedeutung für Arbeitgeber
Der Markt wächst dynamisch, getrieben durch den anhaltenden Fachkräftemangel und die steigende Bedeutung von Gesundheitsleistungen für die Mitarbeiterbindung. Bereits heute nutzen tausende Unternehmen die bKV, und die Prognosen zeigen, dass die Zahl der Anbieter in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Für Arbeitgeber wird die bKV zunehmend zu einem strategischen Instrument, um sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu differenzieren.
Demografischer Wandel und Nachfrage
Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die demografische Veränderung. Alternde Belegschaften und steigende Belastungen im Gesundheitssystem erhöhen den Bedarf an ergänzenden Leistungen. Gleichzeitig steigen die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung, was die Attraktivität zusätzlicher Absicherungen verstärkt. Unternehmen reagieren darauf mit flexiblen und individuellen Angeboten, die sich an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter anpassen lassen.
Beliebte Modelle und digitale Lösungen
Besonders gefragt sind Budgettarife, die den Beschäftigten ein festes Gesundheitsbudget zur freien Verwendung bieten. Diese Modelle ermöglichen hohe Flexibilität und fördern die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden. Ergänzend gewinnen Leistungen wie Zahnzusatz, Vorsorgeuntersuchungen, Telemedizin und psychologische Beratung an Bedeutung. Digitale Lösungen wie Gesundheits-Apps und Online-Portale werden zum Standard und erleichtern die Verwaltung sowie den Zugang zu Leistungen.
Vorteile für Arbeitgeber
Auch die Arbeitgeberperspektive verändert sich: Neben der Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber spielt die Reduzierung von Krankheitsausfällen eine wichtige Rolle. Durchschnittlich investieren Unternehmen zwischen 20 und 40 Euro pro Monat und Mitarbeiter in die bKV – eine vergleichsweise geringe Summe im Verhältnis zum Nutzen für Gesundheit und Motivation.
Herausforderungen
Herausforderungen bleiben bestehen. Die Kostenkontrolle wird angesichts steigender Gesundheitsausgaben wichtiger, ebenso wie die Integration der bKV in bestehende HR-Prozesse. Transparente Kommunikation und einfache digitale Verwaltung sind entscheidend, um die Akzeptanz bei Mitarbeitenden zu erhöhen.
„Sowohl bAV als auch bKV entwickeln sich 2026 vom optionalen Zusatzangebot zum zentralen Instrument der Personalpolitik. Unternehmen, die frühzeitig auf digitale Lösungen, flexible Modelle und attraktive Leistungen setzen, schließen Versorgungslücken, steigern ihre Attraktivität und sichern Gesundheit, Motivation sowie Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden.“
IT
Das kommende Jahr wird für viele Unternehmen ein entscheidender Wendepunkt im Bereich der IT- und Organisationsentwicklung.
Zwei Themen dominieren dabei klar die Agenda – nicht als abstrakte Trendbegriffe, sondern als konkrete Anforderungen im Tagesgeschäft: die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und der sinnvolle, produktive Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Beide Entwicklungen fordern Unternehmen nicht nur technisch, sondern vor allem organisatorisch heraus. Sie verlangen transparente Strukturen, klare Prozesse und eine belastbare Dokumentation. Und sie machen deutlich, dass es zunehmend wichtig wird, sich frühzeitig mit qualifizierten Spezialisten zu verstärken, um die eigenen Strukturen zukunftssicher auszurichten.
Wer jetzt handelt, verschafft sich im Wettbewerb einen entscheidenden Vorsprung – durch mehr Sicherheit, höhere Effizienz und den gezielten Einsatz moderner Technologien.
NIS-2: Aus “gut wäre” wird “Sie müssen”
Mit NIS-2 werden viele Maßnahmen, die bisher als „Best Practice“ galten, nun zur Pflicht – vor allem für kritische und wichtige Einrichtungen, aber indirekt auch für zahlreiche Zuliefernde und Dienstleistende in der Lieferkette.
Wichtig ist: Technisch verlangt NIS-2 nichts, was nicht schon längst möglich wäre. Gefordert werden saubere IT-Sicherheitsstrukturen, die man ohnehin gebraucht hätte, um ein Unternehmen robust aufzustellen.
Der Unterschied:
- Aus Empfehlungen werden rechtlich verbindliche Anforderungen.
- Aus „wir sollten uns darum kümmern“ wird „wir müssen nachweisen, was wir getan haben“.
Die eigentliche Hürde: Nachweis und Dokumentation
Für viele Unternehmen wird nicht die Technik das Hauptproblem sein, sondern der Nachweis:
- Wie ist unsere IT-Infrastruktur konkret aufgebaut?
- Welche Prozesse haben wir definiert – und halten wir uns daran?
- Wie weisen wir gegenüber Behörden oder Kunden nach, dass wir NIS-2-konform arbeiten?
Ohne strukturierte Dokumentation entstehen hier schnell Lücken, die im Ernstfall problematisch werden können.
Ein pragmatischer Fahrplan für Unternehmen
Aus unserer Sicht führt ein sinnvoller Weg zur NIS-2-Umsetzung über drei Schritte:
- Transparenter Überblick über Systeme, Netzwerke, Applikationen und Schnittstellen.
- Aufnahme vorhandener Sicherheitsmaßnahmen und Prozesse (sofern vorhanden).
- Was fordert NIS-2 konkret für unsere Branche und Unternehmensgröße?
- Welche Lücken bestehen zwischen Ist-Zustand und Zielzustand?
- Priorisierte Maßnahmenliste (z.B. nach Risiko und Aufwand).
- Klar definierte Verantwortlichkeiten.
- Realistische Zeitplanung – mit dem Bewusstsein: Das ist ein Marathon, kein Sprint.
Für die meisten Unternehmen wird das nicht allein mit internen Ressourcen machbar sein.
Spezialisten für IT-Security, Governance, Risikomanagement und Dokumentation werden eine zentrale Rolle spielen – nicht nur für die Technik, sondern auch für die Struktur dahinter. Da diese sehr gefragt sein werden, ist hier auch schnelles Handeln gefragt, um sich die besten Ansprechpartnerinnen und -partner für die Umsetzung zu sichern.
NIS-2 betrifft mehr als die genannten 29.000 Unternehmen
Oft wird übersehen: NIS-2 endet nicht bei den unmittelbar regulierten Unternehmen.
Über das Thema Lieferkette (Supply Chain) werden auch viele Betriebe betroffen sein, die heute NIS-2 noch nicht „auf dem Schirm“ haben:
- Regulierte Unternehmen müssen prüfen, wie ihre Zuliefernden und Dienstleistenden mit Cyber-Risiken umgehen.
- Diese Partnerinnen und Partner werden zunehmend aufgefordert werden, Mindeststandards und Sicherheitsmaßnahmen nachzuweisen.
Das kann zu strategischen Entscheidungen führen:
- Wer stark von NIS-2-regulierten Kundinnen und Kunden abhängig ist, wird sich mittelfristig anpassen und in IT-Sicherheit investieren müssen.
- Wer nur geringe Umsätze in diesem Umfeld generiert, wird möglicherweise entscheiden, diese Geschäftsbeziehungen zu beenden, statt umfangreiche Sicherheitsanforderungen umzusetzen.
Kurz gesagt: NIS-2 ist ein Strukturprogramm für Cyber-Sicherheit – nicht nur für KRITIS, sondern für ganze Wertschöpfungsketten.
Künstliche Intelligenz: Vom „Wir wollen KI“ zum „Hier bringt KI uns etwas“
Das zweite große Thema im kommenden Jahr ist der praktische Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zwar sprechen inzwischen nahezu alle Unternehmen darüber und viele äußern den Wunsch, „irgendetwas mit KI zu machen“. Doch nur wenige haben eine klare Vorstellung davon, an welcher Stelle KI im eigenen Betrieb tatsächlich einen spürbaren Mehrwert liefern kann.
Der aktuelle Status quo zeigt ein ähnliches Bild: Die Erwartungen an KI sind hoch, konkrete Projekte dagegen selten. Typisch klingen Aussagen wie „Wir möchten KI im Unternehmen einsetzen“, doch auf die Frage „Wo genau?“ bleiben die Antworten häufig vage.
Das Ergebnis: Initiativen starten ohne klares Ziel, verlaufen im Sande oder beginnen erst gar nicht. Andere Unternehmen schieben das Thema wieder beiseite, weil ihnen der richtige Einstieg und Orientierung oder Struktur fehlen.
Was Unternehmen jetzt brauchen: Eine klare KI-Strategie
Für KI im Mittelstand geht es nicht darum, „alles zu automatisieren“, sondern gezielt Probleme zu lösen:
- Wo sind Prozesse heute langsam, fehleranfällig oder monoton?
- Wo gehen viel Zeit und Know-how für Routineaufgaben drauf?
- Wo könnten Mitarbeitende durch KI entlastet werden, um sich auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren?
Aus diesen Fragen entsteht eine KI-Strategie, die beantwortet:
- Was ist unsere Idee mit KI?
- In welchen Bereichen wollen wir starten?
- Wie stellen wir sicher, dass Daten, Sicherheit und Compliance passen?
Auch hier gilt: Ein klassisches KMU wird das nicht alleine stemmen können. Die Möglichkeiten sind zu vielfältig, die technische und regulatorische Komplexität zu hoch.
Sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit spezialisierten KI-Partnerinnen und Partnern, die:
- verfügbare Optionen strukturieren,
- passende Use Cases identifizieren,
- Architektur, Sicherheit und Governance berücksichtigen.
Klein starten, schnell Nutzen stiften – und Mitarbeitende mitnehmen!
Aus unserer Erfahrung sind erfolgreiche KI-Initiativen vor allem eines: überschaubar und konkret.
Empfehlenswerter Weg:
- Automatisierte Auswertung von Formularen oder E-Mails
- Unterstützung im Kundenservice
- Assistenzsysteme für interne Recherche oder Dokumentation
Ziel: Erste sichtbare Verbesserungen in einem Bereich schaffen.
- Gerade diejenigen, die täglich mit den Prozessen arbeiten, wissen am besten,
wo KI Zeit und Ressourcen sparen kann. - Erste positive Erfahrungen mit KI senken Berührungsängste und fördern Kreativität:
Neue Ideen entstehen dann häufig aus dem Team heraus.
So wird KI nicht zum abstrakten Strategiethema, sondern zu einem greifbaren Produktivitätshebel im Arbeitsalltag.
„NIS-2 und Künstliche Intelligenz verbinden ein zentrales Prinzip: Struktur, klare Prozesse und dokumentierte Standards – sei es für IT-Sicherheit oder den gezielten KI-Einsatz. Wer früh handelt, gewinnt Sicherheit, bleibt lieferfähig und nutzt KI produktiv. Der Startpunkt ist dabei derselbe: den Ist-Zustand ehrlich prüfen, ein Zielbild definieren und mit Spezialistinnen und Spezialisten umsetzen.“
Sie erhalten ein umfassendes Marktangebot zu allen hier vorgestellten Finanzinstrumenten. Ihre qualitative und quantitative Beurteilung, sowie zahlreiche Optimierungsvorschläge, verbessern Ihr Risikomanagement im Unternehmen signifikant.
Unsere Erfahrungen und Daten aus mehr als 14.000 Projekten zeigen: in 90% unserer Analysen arbeiten wir wesentliche qualitative Verbesserungen zum IST-Stand heraus.
Auch auf der Preisseite zeigen unsere Daten erhebliches Verbesserungspotential. In 85 % unserer Analysen führt unsere SOLL-Beurteilung zu einer Steigerung Ihrer wirtschaftlichen Attraktivität.
FAQ – Häufige Fragen
Unternehmen sehen sich 2026 komplexeren Risiken gegenüber – von geopolitischen Unsicherheiten über regulatorische Vorgaben bis hin zu technologischen Umbrüchen. Gleichzeitig bieten sich Chancen zur strategischen Absicherung.
SMK unterstützt Firmenkunden mit fundierter Analyse, maßgeschneiderten Lösungen und Markttransparenz, etwa bei Cyber-, Sach-, Haftpflicht- oder D&O-Versicherungen.
Sowohl die betriebliche Altersversorgung (bAV) als auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV) entwickeln sich 2026 zu strategischen Instrumenten der Personalpolitik. Digitale Lösungen, flexible Modelle und klare Kommunikation erhöhen Attraktivität und Akzeptanz bei Mitarbeitenden.
SMK berät zu modularen Konzepten, digitalen Plattformen und individuell angepassten Benefits.
NIS-2 macht bisherige Best Practices zu verbindlichen Pflichten, vor allem für kritische Einrichtungen, aber auch indirekt für viele Zuliefernde. Entscheidend sind saubere IT-Strukturen, Nachweis und Dokumentation. Ein pragmatischer Fahrplan umfasst Ist-Analyse, Zielbilddefinition und projektbasierte Umsetzung – idealerweise in Zusammenarbeit mit spezialisierten IT-Security-Partnerinnen und Partnern.
KI liefert nur dann echten Mehrwert, wenn Unternehmen konkrete Einsatzbereiche definieren.
Wichtig sind gezielte Pilotprojekte, schnelle Umsetzung und die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden. Eine klare KI-Strategie beantwortet Fragen zu Use Cases, Daten, Sicherheit und Compliance. Unterstützung durch spezialisierte Partnerinnen und Partner erleichtert die Identifikation passender Lösungen und die Umsetzung im Tagesgeschäft.
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