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Vertrauen ist gut – Prozesse, Aufmerksamkeit und gesunder Menschenverstand sind besser.
Vertrauen ist gut – Prozesse, Aufmerksamkeit und gesunder Menschenverstand sind besser.
Unternehmen jeder Größe stehen zunehmend im Fokus digitaler Angriffe. Besonders hinterhältig sind Fake-Mails, in denen sich Angreifer als Geschäftsführung ausgeben und zur Überweisung auffordern – oft untermauert durch scheinbar authentischen Mailverkehr mit Kunden, Rechnungen und Mahnungen. Solche Szenarien zeigen: Technik allein reicht nicht. Es braucht robuste Prozesse, gelebte Aufmerksamkeit und gesunden Menschenverstand, um Risiken wirksam zu begegnen.
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Ein Mitarbeiter erhält eine E-Mail, die angeblich vom Geschäftsführer stammt, mit der Bitte, eine beigefügte Rechnung zu überweisen.
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Die Mail enthält vermeintlichen vorherigen Schriftverkehr zwischen GF und Kunde über dieselbe Rechnung.
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Der Ton ist sachlich, der Anhang wirkt „normal“. Doch dieser Vorfall ist ein klassischer Fall von Social Engineering kombiniert mit Phishing.
Warum solche Angriffsszenarien funktionieren
- Vertrauen in interne Kommunikation (z. B. zwischen Mitarbeitenden und Führung)
- Fachliche und sprachliche Authentizität (z. B. Invoice, Mahnung, Kundendaten)
- Zeitdruck, Routine & Standardprozesse
- Geringe Skepsis gegenüber der Echtheit der Anfrage
- Täuschung wird leichter akzeptiert
- Weniger Kontrolle, schnellere Fehleranfälligkeit
Best Practices zur Vermeidung von Risiken
- Standardisierte Freigabeprozesse: Zahlungsaufträge über mehrere Augen prüfen, z. B. durch Controlling oder Finanzabteilung.
- Zwei-Faktor-Verifizierung: Telefonisches Rückfragen beim Absender, wenn ungewöhnliche Zahlungswünsche kommen.
- Regelmäßige Workshops, in denen typische Phishing-Szenarien durchgespielt werden.
- Beispiele aus dem Arbeitsalltag besprechen: Wie erkenne ich eine Fake Mail? Worauf achte ich bei Dateianhängen oder Links?
- E-Mail-Authentifizierung: DKIM, SPF, DMARC nutzen, um Spoofing zu erschweren.
- Sicherung der Mailserver und Spam-Filter, um gefährliche Anhänge und verdächtige Domains zu erkennen.
- Klare Regeln zur Prüfung von Zahlungen – z. B. bei neuen Kontoverbindungen: Prüfungen durch Rückruf oder separate Bestätigung.
- Fehler melden ohne Schuldzuweisung: Wenn jemand merkt, dass eine Mail komisch wirkt, sollte er/sie diese vertraulich mit IT/Management prüfen können.
- Verantwortlichkeiten klar verteilen: Wer ist zuständig, wenn ein solcher Verdacht aufgetaucht ist? Wer entscheidet über Rückruf, Löschung, Sperrung?
Praxisbeispiele
Firma A führt monatliche Cyber-Phishing-Simulationen durch. Eine gefälschte Mail, angeblich vom CEO, fordert zur Zahlung auf. Bei über 60 % der Mitarbeitenden schlägt das Bewusstsein Alarm – diese lernen, Rückfragen zu stellen, statt blind zu überweisen.
Unternehmen B implementiert eine Regel, dass bei Rechnungen über einem gewissen Schwellenwert immer ein zweiter Mitarbeitender aus der Finanzabteilung die E-Mail auf Echtheit prüft und idealerweise telefonischen Kontakt mit dem GF herstellt.
Ihr Nutzen – so stärken Sie Ihre Sicherheit
- Reduzierung finanzieller Verluste durch falsche Überweisungen
- Schutz Ihrer Reputation und Vermeidung rechtlicher und regulatorischer Risiken
- Höheres Sicherheitsbewusstsein im Team – weniger Fehler, schnellere Erkennung von Angriffen
Was wir für Sie tun
Unsere Cyber Workshops helfen Ihnen und Ihrem Team, typische Angriffszenarien zu erkennen und Ihre internen Abläufe widerstandsfähiger zu machen. Wir zeigen Best Practices für Prozessgestaltung, technische Absicherung und Sensibilisierung. Mehr dazu unter: [Cyber Workshops – SMK Group]
Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit maßgeschneiderten Lösungen:
- Risikoanalyse Ihrer bestehenden E-Mail- & Zahlungsprozesse
- Aufbau oder Verfeinerung von internen Eskalations- & Freigabemechanismen
- Incident Response Planung: Was passiert, wenn doch etwas passiert?
Was, wenn der Ernstfall trotz aller Vorkehrungen eintritt?
Selbst bei bester Prävention kann ein Angriff erfolgreich sein. Hier greifen Cyber-Versicherung und Vertrauensschadensversicherung:
- Deckt Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Krisenkommunikation und Rechtsberatung ab.
- Übernimmt Schäden durch Betriebsunterbrechung nach einem Angriff.
- Beispiel: Nach einem Fake-Mail-Angriff deckte die Police die Kosten für die externe IT-Forensik sowie die Wiederherstellung kompromittierter Systeme.
- Schützt vor finanziellen Verlusten durch betrügerische Handlungen Dritter (z. B. Fake-Mails, CEO-Fraud) oder auch durch eigene Mitarbeiter.
- Best Practice: Ein Unternehmen konnte durch diese Police einen sechsstelligen Betrag zurückholen, der fälschlicherweise an ein betrügerisches Konto überwiesen wurde.
Unsere Empfehlung: Prävention & Versicherung kombinieren. Workshops und Prozesse senken das Risiko, Versicherungen übernehmen im Ernstfall die finanzielle Absicherung. So entsteht ein umfassender Schutzschild.
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Vereinbaren Sie heute Ihren kostenlosen Kennenlerntermin und wir prüfen gemeinsam, wie gut Ihre Organisation gegen Fake-Mails gewappnet ist.
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Nutzen Sie unseren Cyber Workshop, um Ihr Team fit zu machen – praktisches Wissen, das sofort wirkt.
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Werfen Sie auch einen Blick auf unsere weiteren Leistungen im Bereich Risikomanagement und IT-Infrastruktur – Sicherheit sind nur ein Teil der Strategie, aber ein absolut grundlegender.
„Technik ist wichtig, aber nur ein Baustein beim Thema Cyber-Sicherheit, sie alleine reicht nicht aus. Wirklichen Schutz erreichen wir nur, wenn klare Prozesse, Aufmerksamkeit im Alltag und gesunder Menschenverstand zusammenspielen. Genau dieser Dreiklang macht Unternehmen widerstandsfähig gegen Fake-Mails und andere Angriffsversuche.“
FAQ – Häufige Fragen
Fake-Mails sind oft sehr authentisch formuliert. Hinweise auf Betrug sind: ungewöhnliche Absenderadressen, leichte Tippfehler, unerwartete Zahlungsaufforderungen oder Zeitdruck. Ein gesunder Zweifel und die Prüfung über einen zweiten Kommunikationskanal (z. B. Telefon) sind die besten Schutzmaßnahmen.
Nein. Technische Lösungen wie Spam-Filter oder Firewalls sind wichtig, können aber Social-Engineering-Angriffe nicht vollständig verhindern. Schulung, klare Prozesse und Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden sind entscheidend.
Versicherungen sind der Risikotransfer, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Angriff erfolgreich ist.
- Eine Cyber-Versicherung deckt z. B. IT-Forensik, Wiederherstellung, PR-Maßnahmen und Kosten durch Betriebsunterbrechung.
- Eine Vertrauensschadensversicherung springt ein, wenn durch Betrug (z. B. Fake-Mails, CEO-Fraud, Unterschlagung durch eigene Mitarbeitende) finanzielle Schäden entstehen.
Am effektivsten sind praxisnahe Workshops und Phishing-Simulationen. Mitarbeitende erleben dabei realistische Szenarien und lernen, auf Warnsignale zu achten. Zusätzlich helfen regelmäßige interne Erinnerungen („Security-Awareness-Mails“) und eine klare Ansprechperson bei Verdachtsfällen.
- Einführung des Vier-Augen-Prinzips bei Zahlungen.
- Klare Kommunikationsregeln für Freigaben (z. B. telefonische Rückbestätigung bei Beträgen über Schwellenwert X).
- Regelmäßige Tests durch simulierte Angriffe.
- Kombination aus präventiven Maßnahmen und Versicherungsschutz.
Grundsätzlich für jede Größe – Angriffe richten sich längst nicht nur gegen Konzerne. Besonders KMUs sind betroffen, da Angreifer oft geringere Sicherheitsstandards vermuten. Versicherungen bieten hier wichtige Absicherung, die individuell angepasst wird.
Sofort handeln: Zahlung stoppen (Bank informieren), IT-Forensik einschalten, Vorfall dokumentieren und im Team kommunizieren. Wenn eine Cyber- oder Vertrauensschadensversicherung besteht, sollte sofort die Schadensmeldung erfolgen.
Unsere Expertinnen und Experten sind für Sie da
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